Ab sofort steht unsere neue Hochschul-App myTHD zum Download bereit.
Ob unterwegs, in der Vorlesung oder in der Mensa – die App bietet schnellen Zugriff auf alle wichtigen Informationen rund ums Studium und die THD und vereint zahlreiche Funktionen, die den Studienalltag einfacher und übersichtlicher gestalten:
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Wenn niederbayerischer Innovationsgeist auf das radikale Wachstums-Mindset des Silicon Valley trifft, entstehen Werte, die die Region nachhaltig verändern können. Nach einer intensiven Projektphase von zehn Monaten und einer Reise nach Kalifornien feierte das renommierte „Silicon Valley Program“ der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) am 7. Mai sein großes Homecoming-Event am Campus Oberschneiding. Neun Startup-Teams präsentierten vor Investierenden, Branchenexperten, Unternehmenden und Forschenden, wie sie in den vergangenen Monaten den Sprung zur Marktreife vollzogen haben.
Von der KI-Revolution bis zum intelligenten Food-Konzept
Unter den Absolvierenden befinden sich Pioniere wie Markus Kett aus der Oberpfalz, der mit seinem Startup Cyrock ein „digitales Gehirn“ für Künstliche Intelligenz entwickelt hat. Seine Technologie ermöglicht es, gewaltige Datenmengen von mehr als tausend Terrabyte in Echtzeit zu verarbeiten – eine Innovation, die bereits jetzt das Interesse globaler Player wie Dell Technologies geweckt hat und kurz vor einer ersten Finanzierungsphase in Höhe von 3 Millionen Euro steht.
Im Bereich der Mobilität setzt das Programm ebenfalls Akzente. Der Teilnehmer Tomislav Lang nutzt das Netzwerk des Programms mit seiner Plattform FLYVINI, um mit seinem Partner, dem Flugplatz Straubing-Wallmühle, die Region rund um Straubing besser anzubinden. Für ihn war der Austausch mit innovativen Unternehmenden entscheidend, um kritische Fragen zu beantworten und das eigene Geschäftsmodell zu schärfen. Der Erfolg gibt ihm recht: Die anfänglichen Zweifel potenzieller Kunden transformieren sich bereits in echte Buchungen und steigende Passagierzahlen.
Dass Innovation auch durch den Magen geht, bewies Odette Lamkhizni mit NEW AGE OF FOOD. Sie entwickelte KI-gestützte Essensautomaten, die rund um die Uhr hochwertige, nachhaltig erwärmte Mahlzeiten anbieten. Für sie war das Programm ein Wendepunkt: „Man musste alles komplett neu denken und ist zehn Stufen nach unten gegangen, um das Fundament viel stärker wieder aufzubauen“. Heute besitzt ihr Unternehmen eine globale Perspektive.
Wegweisende Werte für Bayern sichern
Hinter dem Silicon Valley Program der THD, das seit rund 10 Jahren in Oberschneiding beheimatet ist, steht eine wichtige wirtschaftspolitische Überzeugung. Programminitiator Prof. Peter Schmieder bezeichnet es als fast „skandalös“, wenn marktverändernde Innovationen zwar in Bayern erfunden, aber erst durch ausländisches Kapital andernorts zu wirtschaftlichem Erfolg geführt werden. Das Ziel von „To the Valley and Back“ ist es daher, die Teams investitionsfähig und einsatzbereit zu machen sowie die Wertschöpfung hier in der Region zu halten.
Ein Programm für die Zukunft
Das Homecoming-Event unterstrich die Bedeutung dieses Netzwerks. Vor einem hochkarätig besetzten Panel, unter anderem mit Vertretenden von Fraunhofer Venture, dem Head of Entrepreneurship der Universität St. Gallen sowie Partnern von Sequel Europe, bewiesen neun Teams ihre „Invest-Readiness“. Nach den Präsentationen fanden beim anschließenden Networking bereits konkrete Investorengespräche statt. Besonders die Anwesenheit zahlreicher Alumni, die teilweise bereits vor sechs Jahren am Programm teilnahmen, zeigt die tiefe Verbundenheit des geschaffenen Ökosystems.
„Ich bin unvorstellbar stolz auf die Teams, weil ich weiß, auf welchem Niveau sie begonnen und wie sie sich entwickelt haben“, resümiert ein sichtlich zufriedener Peter Schmieder. Mit einem völlig neuen Zugang zu Themen wie Skalierung, Verkauf und unternehmerischem Denken kehren die Gründerinnen und Gründer zurück und sind bereit, ihre Innovationen in echten gesellschaftlichen Wert zu verwandeln.
Der CSU-Arbeitskreis Hochschule pflegt den gesellschaftlichen Dialog. Bei einem Besuch am European Campus Rottal-Inn der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) erfuhr die regionale Abordnung um Stephan Seiler und Daniela Bertl von einer Empfangsgruppe rund um Dekan Prof. Dr. Christian Steckenbauer den Stand der Dinge.
Bewusst suchte der AK den direkten Kontakt zu Studierenden. Auf Nachfrage sagte Gietrich Noah Anak Grippin, Industrial-Engineering-Student: „Es ist schwierig, in Pfarrkirchen eine Wohnung zu finden.“ Außerdem regte der junge Mann aus Malaysia einen Shuttle-Bus zwischen Bahnhof und European Campus zu den Stoßzeiten an und würde sich über günstige Sportangebote für Studierende freuen.
Dekan Prof. Dr. Steckenbauer bestätigte: „Die Wohnungssuche ist zum Studienstart die größte Herausforderung.“ Er erinnerte daran, „dass alle, die in der Region wohnen, dort auch Geld ausgeben“. Grundsätzlich stellte er klar: „Chancen bieten wir motivierten Studierenden aus aller Welt, die unsere Qualitätsstandards erfüllen.“
Infos aus erster Hand
Auf Nachfrage von Seiler antwortete Student Grippin, nach seinem Abschluss zum Arbeiten in Deutschland bleiben zu wollen. Der Dekan ergänzte, dass dies seiner Einschätzung nach auf rund zwei Drittel der Absolventen zutreffe. In diesem Rahmen will Studiendekanin Prof. Dr. Sabine Dittrich „die Schnittstellen zwischen Campus und Unternehmen weiter verbessern“. Sebastian Markov zählt „auf den AK Hochschule als Multiplikator“. Aus gutem Grund schreibt sich der CSU-Arbeitskreis auf die Fahne, „Brücken zwischen Wissenschaft, Studierenden und der regionalen Wirtschaft zu schlagen“, so Seiler.
Zu Beginn des Treffens beschrieb Prof. Dr. Steckenbauer den European Campus mit seinen rund 1500 Studierenden aus 100 Ländern „als einen von drei Lehrstandorten der Technischen Hochschule Deggendorf sowie eine von acht Fakultäten“. Über die vier Kompetenzfelder Gesundheit, Tourismus, Ingenieur- und Bauwesen hinaus werde bei internationalen Studierenden das Lernen der deutschen Sprache hoch gewichtet bis hin zum anspruchsvollen B2-Niveau. Alle Teilnehmer waren sich darüber einig: Mehr deutschsprachige Studierende fördern die Integration. Mit einer abschließenden Führung klang der freundschaftliche Besuch aus.
Neuer Experte für Gebäudeenergiesysteme am Campus Mainburg: Dr. Kedar Mehta an die THD berufen
Zum Sommersemester 2026 übernimmt Dr. Kedar Mehta die Professur für „Nachhaltige Gebäudeenergietechnik für die globale Energiewende“ an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Zukünftig wird er für die Fakultät European Campus Rottal-Inn am Campus Mainburg mit Fokus auf intelligenten Energiesystemen und energieeffizienten Gebäuden forschen und lehren. Sein Ziel: die Entwicklung praxisnaher Lösungen für die globale Energiewende.
Der ursprünglich aus Indien stammende Energieexperte verfügt über mehrjährige Erfahrung in Lehre, angewandter Energieforschung und internationalen Forschungsprojekten. Einen besonderen Meilenstein bilden für Prof. Mehta dabei die Entwicklung KI-gestützter fortschrittlicher Modellierungs- und Simulationsframeworks für Energiesysteme auf Gebäude- und Quartiersebene sowie das Präsentieren seiner Forschungsergebnisse auf internationalen Plattformen.
Die THD bietet laut dem frisch berufenen Professor ein ideales Umfeld, um solche Forschungsergebnisse mithilfe von Industriepartnern in die Praxis umzusetzen. „Der Campus Mainburg ermöglicht die Entwicklung und Validierung intelligenter Gebäude- und Quartiersenergiesysteme unter Einsatz fortschrittlicher Modellierungs-, Simulations- und KI gestützter Ansätze – und das in enger Partnerschaft mit der Industrie“, so Mehta.
Lehre, die nicht nur theoretisch bleibt
Am Campus Mainburg möchte Prof. Mehta viel bewegen: Mit einem Forschungs- und Innovationshub für KI-gestützte Gebäude- und Quartiersenergiesysteme sollen Studierende sich aktiv an der Entwicklung und Umsetzung von Lösungen für die globale Energiewende beteiligen. Denn dem Experten liegt es am Herzen, seine wissenschaftliche Lehre zukunftsorientiert und praxisnah zu gestalten.
„Ich bin davon überzeugt, dass der wahre Wert von Wissen und Fähigkeiten in ihrer Anwendung liegt“, erklärt Prof. Mehta. „Für mich bedeutet Bildung deshalb nicht die reine Vermittlung von Informationen, sondern die Befähigung von Studierenden, sich in einer sich schnell wandelnden Energie- und Technologielandschaft zurechtzufinden und diese aktiv mitzugestalten.“ Seine Vorlesungen und Kurse umfassen daher vor allem das Arbeiten an realen Herausforderungen der modernen Welt – und zwar fächerübergreifend, einfallsreich und lösungsorientiert.