Herzlich willkommen an der Technischen Hochschule Deggendorf! Einer Hochschule mit grenzenlosen Möglichkeiten, an der Studierende und Mitarbeitende studieren, forschen, lehren und mutig Innovationen und Entwicklungen voran treiben. Entdecken Sie die THD - innovativ & lebendig.
Für ihr Engagement neben dem Studium wurden am 18. Juni bereits zum vierten Mal ehrenamtlich tätige Studierende der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) mit Stipendien der Gerti & Heinz Iglhaut Stiftung ausgezeichnet. Fünf junge Leute dürfen sich nun ein Jahr lang über eine monatliche Förderung in Höhe von 300 Euro freuen.
„Ehrenamt ist uns eine Herzensangelegenheit“, begrüßte der Stifter Heinz Iglhaut die Stipendiatinnen und Stipendiaten im Beisein von Hochschulpräsident Prof. Waldemar Berg und Stefanie Möginger, Leiterin des Career Service. Gemeinsam mit seiner Frau und Mitstifterin Gerti Iglhaut überreichte er den fünf Studierenden die Urkunden und bedankte sich persönlich für ihr ehrenamtliches Engagement in Deggendorf und der Region. Noten spielen bei der Stipendienvergabe keine Rolle. Dem Stifterpaar kommt es auf den persönlichen Einsatz für das Gemeinwohl sowie die Förderung von Kindern und Jugendlichen an - aus Überzeugung und mit Herzblut. So ermöglicht die finanzielle Unterstützung den Stipendiatinnen und Stipendiaten, sich aktiv dem Ehrenamt zu widmen und damit einen wertvollen Beitrag für ein lebendiges und sicheres Miteinander in der Gesellschaft zu leisten.
„Ehrenamtliches Engagement ist für mich kein bloßer Zusatz im Lebenslauf, sondern Ausdruck meiner inneren Haltung“, bringt es die Stipendiatin Theresa Eder auf den Punkt. Sie studiert Wirtschaftsingenieurwesen, ist Rettungssanitäterin bei den Maltesern, bei der Feuerwehr und möchte sich obendrein beim Verein Technik für Kinder (TfK) einbringen. Weiter zählen Johanna Wierl und Tim Wiesmeier zu den Glücklichen. Die angehende Umweltingenieurin ist seit Kindestagen in vielen Vereinen aktiv und möchte bei TfK fortan auch in ihrer neuen Heimat Deggendorf ehrenamtlich Fuß fassen. Der Medientechnikstudent macht sich als Semestersprecher stark und möchte Kindern ebenfalls frühzeitig Berührungspunkte mit Technik ermöglichen, um sie spielerisch und kreativ für diese zu begeistern. Außerdem dürfen sich zwei Stipendiaten bereits zum wiederholten Male über die finanzielle Unterstützung freuen, die es ihnen ermöglicht, ihrem ehrenamtlichen Engagement neben dem Studium mehr Zeit einzuräumen. Elias Fruth studiert dual Wirtschaftsingenieurwesen, ist bei der Feuerwehr, in der örtlichen Landjugend im Vorstand aktiv und engagiert sich nebenbei auch noch als Torwarttrainer. "Es motiviert mich sehr, Kinder und Jugendliche für Technik zu begeistern und ihnen technische Themen auf praktische Weise näherzubringen“, stimmt der Wirtschaftsinformatikstudent Udo Schmidt zu, der neben TfK auch seit 15 Jahren bei der Wasserwacht aktiv ist.
Fruchtbar entwickelt sich die Zusammenarbeit zwischen Gymnasium Pfarrkirchen und European Campus der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Jetzt absolvierten fünf Schüler aus dem Mathezirkel von Lehrkraft Konstantin Riel erfolgreich einen Kurs zur Programmiersprache Python. Diesen hielt Hochschuldozent Ibrahim Bader. „Neben der Lehre und der Forschung zählt zu unseren Aufgaben, die Wissenschaft nach außen zu tragen“, so der Kursleiter.
"Fünf Heroes"
Insgesamt neun Doppelstunden lang drückten zwei Neuntklässler und drei Elftklässler am Montagnachmittag im gymnasialen Computerraum 2 freiwillig die Schulbank. Mit der Übergabe der Urkunden bescheinigte Dozent Bader folgenden Gymnasiasten die erfolgreiche Teilnahme am Programmierkurs: Daniel Sonnberger und Korbinian Kreiler (beide 9a) sowie Matthias Weber, Valentin Gratz und David Poschenrieder (alle 11c). Bader lobte das hohe Niveau der „fünf Heroes“. Aus gutem Grund zieht Neuntklässler Sonnberger in Betracht, nach dem Abitur ein Informatik-Studium aufzunehmen.
Sehr gute Zusammenarbeit
Persönlich gratulierte Dekan Prof. Dr. Steckenbauer „den zukunftsorientierten Profis“. Direktor Andreas Rohbogner zeigte sich „stolz auf das Potenzial, dass in den Schülern steckt“. Von der Verbindung zwischen Gymnasium und European Campus profitieren dem Schulleiter zufolge alle. Eingefädelt hatte die Zusammenarbeit Georg Riedl. „Bildung kann einem niemand nehmen“, unterstrich der bewährte Hochschulkoordinator. Besteht im kommenden Schuljahr erneut Interesse, setzt die THD-Fakultät den Kurs fort.
Netzwerkveranstaltung des Projekts „EnergieKreis“ liefert klare Handlungsempfehlungen aus der regionalen Wirtschaft für die Energiewende
Wo liegen die Hebel für die regionale Wasserstoffwirtschaft und an welchen Stellen hakt es in der Praxis noch? Diese Fragen standen am 18. Juni im Zentrum der Netzwerkveranstaltung des Projekts „EnergieKreis“ der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Rund 30 Fachleute aus 18 Unternehmen und Institutionen aus ganz Ostbayern nutzten die Veranstaltung im Technologiezentrum Energie (TZE) in Ruhstorf, um die Chancen und Risiken der Wasserstoffproduktion aus biogenen Quellen detailliert und kritisch zu analysieren.
Sechs Meter Prozesskette auf dem Prüfstand
Als methodisches Fundament diente den Teilnehmenden eine rund sechs Meter lange, visuelle Prozessübersicht. Diese bildete die gesamte Wertschöpfungskette der biogenen Wasserstoffherstellung ab – von den Rohstoffen über technologische Zwischenschritte wie die Methanpyrolyse oder den Wassergas-Shift bis hin zu den Neben- und Endprodukten. Die Experten spiegelten diese wissenschaftliche Vorlage mit ihren eigenen Erfahrungen aus dem Betriebsalltag.
Mittels farbcodierter Notizzettel steuerten sie wertvollen Input bei, der weit über rein technische Fragestellungen hinausging. Systematisch wurden ökologische, ökonomische, regulatorische und soziale Faktoren bewertet, um Stärken, Defizite und zukünftige Forschungsbedarfe freizulegen.
Die Ergebnisse im Detail: Regionaler Kreislauf vs. Regulatorik
Die Dynamik im Workshop führte zu einer tiefgehenden und engagierten Diskussion, aus der trotz unterschiedlicher Detailmeinungen ein klares Stimmungsbild hervorging:
Wissenschaftliches Rahmenprogramm und Technologieeinblicke
Flankiert wurde der interaktive Workshop von wissenschaftlichen Impulsen und praktischen Anschauungsbeispielen. Prof. Dr. Raimund Brotsack (Projektleiter EnergieKreis und Leiter der Forschungsgruppe Grüne Moleküle) gab Einblicke in die Energieforschung an der THD. Dr. Maria Bieringer zeigte auf, wie das Projekt „EnergieKreis“ Firmen aktiv als strategischer Partner bei der Energiewende unterstützt.
Die konkrete technische Praxis demonstrierten Muhammad Maaz und Tanja Wainz von der Hochschule Landshut anhand ihres Projekts „H2Bio“ zur Erzeugung von technisch reinem Wasserstoff sowie Maximilian Mock (THD), der die CO2-neutrale Methanpyrolyse vorstellte. Bei einer anschließenden Laborführung konnten die Teilnehmenden den Pyrolyse-Reaktor und weitere Technologien direkt im Einsatz besichtigen.
Ausblick: Maßgeschneiderter Wissenstransfer
Die Ergebnisse und gewonnenen Erkenntnisse aus dem Workshop wird das Projekt „EnergieKreis“ in den kommenden Monaten detailliert auswerten. Ziel ist es, passgenaue Wissenstransferveranstaltungen zu konzipieren. Damit sollen den regionalen Unternehmen maßgeschneiderte, praxisnahe Lösungen und konkrete Wege aufgezeigt werden, wie biogener Wasserstoff trotz bestehender Hürden erfolgreich in den Betrieben integriert werden kann.
Über das Projekt EnergieKreis
Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch den Transfer innovativer Technologien zu unterstützen. Mithilfe von regelmäßigen Netzwerkveranstaltungen und Workshops sollen Wettbewerbsvorteile entwickelt und die Betriebe optimal auf zukünftige Marktanforderungen vorbereitet werden. „EnergieKreis“ (Laufzeit: 01.01.2026 – 31.12.2028) wird vom Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) der Europäischen Union gefördert und wurde durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst bewilligt.