Herzlich willkommen an der Technischen Hochschule Deggendorf! Einer Hochschule mit grenzenlosen Möglichkeiten, an der Studierende und Mitarbeitende studieren, forschen, lehren und mutig Innovationen und Entwicklungen voran treiben. Entdecken Sie die THD - innovativ & lebendig.
Forschende und Unternehmensvertretende aus aller Welt fanden sich vergangene Woche an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) zur diesjährigen International Computer Auditing Education Association (ICAEA) Fachkonferenz ein. Der Fokus der Konferenz richtete sich auf die Frage, wie Künstliche Intelligenz Wirtschaftsprüfung, Rechnungswesen und betriebliche Kontrollen nachhaltig verändert.
Die vorgestellten Forschungsarbeiten und Praxisbeiträge zeigten eindrucksvoll, dass KI längst nicht mehr nur ein Werkzeug zur Automatisierung einzelner Tätigkeiten ist. Vielmehr entwickelt sich der Umgang mit dieser zu einer strategischen Fähigkeit, die Prüfungsprozesse, Entscheidungsfindung und die Zusammenarbeit von Mensch und Technologie grundlegend verändert. Besonders deutlich wurde dies anhand zahlreicher Vorträge zu generativer KI, Large Language Models (LLMs), Retrieval-Augmented Generation (RAG) und intelligenten Agentensystemen. Diese Technologien würden neue Möglichkeiten eröffnen, große Informationsmengen effizient auszuwerten, relevante Zusammenhänge zu erkennen und Prüfungsprozesse gezielt zu unterstützen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass technologische Innovation allein nicht ausreicht. Die Qualität der Ergebnisse hängt nach wie vor maßgeblich von den Menschen ab, die diese Systeme entwickeln, einsetzen und kritisch hinterfragen.
Ein zentrales Ergebnis der Konferenz war daher die Erkenntnis, dass die kritische Würdigung von Informationen auch im Zeitalter der KI unverzichtbar bleibt. Technologien und Werkzeuge verändern sich in immer kürzeren Innovationszyklen. Was heute als führende Lösung gilt, kann morgen bereits durch neue Ansätze ersetzt werden. Nachhaltigen Erfolg erzielen deshalb nicht diejenigen Prüfungsgesellschaften, die ausschließlich auf bestimmte Tools setzen, sondern jene, die eine offene, lernbereite und reflektierte Haltung gegenüber technologischen Veränderungen entwickeln. Für Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Unternehmen ergibt sich daraus eine klare Handlungsempfehlung. Investitionen in KI sollten nicht ausschließlich auf die Einführung neuer Software fokussiert sein. Ebenso wichtig ist der Aufbau von Kompetenzen innerhalb der Organisation. Mitarbeitende müssen lernen, Ergebnisse von KI-Systemen kritisch zu bewerten, Risiken zu erkennen und technologische Möglichkeiten verantwortungsvoll einzusetzen, denn moderne Wirtschaftsprüfung umfasst heute weit mehr als die Analyse finanzieller Kennzahlen. Auch die Bewertung von Nachhaltigkeitsberichten, die Identifikation potenzieller Greenwashing-Risiken und die Prüfung komplexer Datenlandschaften gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Die ICAEA 2026 in Deggendorf machte deutlich, dass die Zukunft der Wirtschaftsprüfung auf internationaler Ebene technologiegestützt sein und dennoch von menschlicher Intelligenz angetrieben wird. Der Mensch bleibt auch mit KI der entscheidende Faktor. Fachliche Kompetenz, kritisches Denken und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen werden künftig darüber entscheiden, ob neue Technologien echten Mehrwert schaffen. Erfolgreich werden die Organisationen sein, die technologische Innovation mit menschlicher Urteilskraft verbinden und den Wandel aktiv gestalten. Organisiert wurde die Konferenz von den beiden Wirtschaftsinformatik-Professoren Prof. Dr. Andreas Igl und Prof. Dr. Georg Herde.
Rund 40 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik fanden sich am Donnerstag, dem 28. Mai, zum Innovationsforum am Campus Kemnath der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) ein – darunter auch THD-Vizepräsidentin Prof. Dr. Veronika Fetzer, Vizepräsidentin Prof. Dr. Christiane Hellbach der OTH Amberg-Weiden und Kemnather Bürgermeister Roman Schäffler. Prof. Dr. Thomas Meenken stellte im Rahmen des Forums das Silicon Valley Spin-Out Program vor: Ungenutzte Potenziale von Unternehmen sollen sichtbar und marktfähig gemacht werden, damit diese sich an aktuelle Herausforderungen anpassen können.
Welche Schwierigkeiten die Gegenwart für Unternehmen bereithält, erörterte Meenken zu Beginn der Veranstaltung: Marktungewissheit, wachsender Wettbewerbsdruck, Fachkräftemangel und die rasante Verbreitung von Künstlicher Intelligenz führen in der Wirtschaft zu tiefgreifenden Herausforderungen. „Wir befinden uns nicht mehr in einem linearen Fortschritt, sondern in einem permanenten Quantensprung“, so der Experte für Technology of Scale. Für Unternehmen bedeute das vor allem eines: Wer Innovation nur beobachtet, läuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren.
Silicon Valley Mindset als Vorbild für regionale Unternehmen
Genau hier setzt das neue Silicon Valley Spin-out Program der THD an: Viele Unternehmen verfügen bereits über innovative Technologien, Ideen oder Entwicklungen. Häufig passen diese jedoch nicht in das bestehende Kerngeschäft und bleiben deshalb ungenutzt. Das Programm soll dabei helfen, solche Potenziale sichtbar zu machen und daraus eigenständige Produkte, Geschäftsmodelle oder sogar Unternehmen entstehen zu lassen. Auf diese Weise können neue Lösungen entwickelt und zusätzliche Geschäftsfelder erschlossen werden.
Wie dieser Wandel in der Praxis aussehen kann, präsentierte die Bayreuther Firma Markgraf. „Unsere wirtschaftliche Stabilität zeigt sich nicht in Worten, sondern in unseren Investitionen am Standort“, erklärte Dr. Stefan König, Leiter IT-Anwendungen und Digitalisierung. Aus erster Hand berichtete er von der laufenden Programmteilnahme des Unternehmens und seinen positiven Erfahrungen.
Der Mensch bleibt im Mittelpunkt
Nach einer Pause übernahm Dr. Alois Kastner-Maresch, CEO der LivingLogic AG aus Bayreuth, das Podium. In einer interaktiven Session forderte er die Anwesenden auf, selbst mit einem Chatbot zu interagieren, und zeigte anschließend live, wie gezielte Formulierungen und klare Schlüsselbegriffe die Qualität der KI-Ausgaben erheblich verbessern. Denn bei aller technologischen Dynamik werde der entscheidende Wettbewerbsvorteil künftig nicht allein in der Technologie liegen. „Es geht darum, die Menschen in diesem Prozess nicht zu verlieren“, betonte der Unternehmer. Wer Technologie implementiert, ohne die emotionalen Widerstände und die Überforderung ernst zu nehmen, baue auf sandigem Grund.
Ein erfolgreicher Fußballtag an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD): Bei der diesjährigen Fußballmeisterschaft der Bayerischen Hochschulen am 21. Mai sicherten sich die Teams der THD den ersten und zweiten Platz. Dafür mussten sie sich auf dem Platz des FC Deggendorf gegen die Mannschaften der Hochschule Landshut, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie des Campus Neuburg der Technischen Hochschule Ingolstadt behaupten.
Der Spielmodus „Jeder gegen Jeden“ garantierte Spannung bis zum Schluss. So beobachtete das THD-Team des European Campus aufmerksam das letzte Spiel der THD-Mannschaft des Standorts Deggendorf, das die finale Rangliste entschied. Unter Druck bewiesen die Spielenden des Hauptstandorts ihr Können und sicherten sich so den Gesamtsieg. Das Team aus Pfarrkirchen erkämpfte sich abschließend einen wohlverdienten zweiten Platz.
Die Atmosphäre auf und neben dem Spielfeld war geprägt von Fairness, Teamgeist und sportlichem Ehrgeiz. Die guten Rahmenbedingungen wurden auch von Albert Sandweger, Ansprechpartner des FC Deggendorf, sowie der Schiedsrichtergruppe Deggendorf gestützt, die mit Ernst Utrata und Rainer Geh auch in diesem Jahr erfahrene Referees zur Verfügung stellte. Darüber hinaus trug auch die THD dazu bei, dass das Turnier reibungslos verlief. Mitglieder des studentischen Vereins „Deggathletes ASW“ sorgten für das leibliche Wohl der Teilnehmenden, Studierende des Bachelors Physician Assistent standen als Sanitätsdienst am Spielfeldrand bereit.
Der Bayerische Hochschulpokal Fußball in Deggendorf zeigte erneut die Bedeutung des Hochschulsports für Austausch, Teamgeist und Fair Play über Hochschulgrenzen hinweg. Die positive Stimmung sowie der sportliche Wettbewerb machten das Turnier erneut zu einer gelungenen Veranstaltung, betonen die Hochschulsportbeauftragten Carolin Stadler, Laura Wiedemann und Tanja Rodler.