Wasserbau hautnah
Am Mittwoch, den 28. Oktober, bot sich knapp 20 Studierenden der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) die Gelegenheit, eines der größten wasserbaulichen Infrastrukturprojekte Deutschlands aus nächster Nähe kennenzulernen: den Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen. Die Exkursion fand im Rahmen des Moduls „Wasserwirtschaft“ der Bachelorstudiengänge Bauingenieurwesen und Umweltingenieurwesen für Studentinnen und Studenten des siebten Semesters statt.
Den Auftakt bildete ein informativer Vortrag von Dr. Markus Fischer, Wasserbauliche Infrastrukturgesellschaft mbH (WIGES), an der TH Deggendorf. Er vermittelte spannende Einblicke in die Hintergründe, die Planung und die technischen Herausforderungen des Donauausbaus sowie die damit verbundenen Maßnahmen zum Hochwasserschutz.
Anschließend ging es mit dem Bus direkt auf die Baustellen. Erste Station war das Ein- und Auslaufbauwerk Steinkirchen, wo die Studierenden die beeindruckenden Dimensionen und konstruktiven Details des Bauwerks kennenlernen konnten. Ein besonderes Highlight: Der dortige Oberbauleiter ist selbst Absolvent der THD. Das verschaffte den Studierenden gleich einen Eindruck darüber, welche Aufgaben sie in der Zukunft erwarten könnten. Als Oberbauleiter würden sie beispielsweise die Koordination und Überwachung der Bauausführung bei einzelnen oder mehreren Teilbaustellen übernehmen. Dazu gehören Aufgaben wie die Abstimmung zwischen Bauunternehmen, Planern und Auftraggebern oder die Überwachung von Qualität, Kosten und Terminen sowie die Lösung technischer und organisatorischer Herausforderungen während der Bauphase.
Auch die Hochwasserschutzmaßnahmen im Polder Offenberg/Metten, der Ausbau der Wasserstraße und der Polder Sulzbach mit Schöpfwerk, Siel und Deichrückverlegung waren Teil der Exkursion. Die Besichtigungen boten zahlreiche Gelegenheiten, die im Studium vermittelten theoretischen Grundlagen unmittelbar mit der praktischen Umsetzung zu verknüpfen.