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Presseartikel

Medizin trifft Ingenieurskunst

TH Deggendorf eröffnet Institute for Medical Science and Engineering (IMSE) am Campus Hutthurm

17.4.2026 | THD-Pressestelle

Die Zukunft der Medizin ist facettenreich und ohne multidisziplinäre Expertise kaum vorzustellen. Aus einer Vision für die Zukunft der Medizin wurde konkrete fachliche Weiterentwicklung. Das Institute for Medical Science and Engineering (IMSE) am Campus Hutthurm der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) setzt sich das Ziel, medizinisches Fachpersonal und Forschungseinrichtungen in Verbindung zu bringen und einen Austausch auf Augenhöhe zwischen Medizin und Ingenieurwissenschaften zu ermöglichen. Federführend hierfür ist Chirurg und Professor der THD, Prof. Dr. med. habil. Thiha Aung.

Forschende, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie an der gesundheitlichen Versorgung beteiligte Akteure widmen sich im IMSE der Tumorfrüherkennung, präzisere Diagnostik und personalisierte Medizin. Zudem wird die Ultraschalldiagnostik weiterentwickelt und der Einsatz von 3D-Druck genutzt, um Patientinnen und Patienten nach einer Amputation schnell und gezielt mit einer individuell gedruckten Prothese zu versorgen. Hier verbindet das Institut technologische Kompetenz mit gesellschaftlicher Verantwortung, denn eine effizientere und bessere Gesundheitsversorgung betrifft alle.

Die Stärken der Forschungsarbeit am Campus Hutthurm werden gezielt gebündelt, sichtbarer gemacht und in Zukunftsfelder überführt. Dabei wird deutlich, dass Methoden aus der Kunststofftechnik – insbesondere Simulation und präzise 3D-Modellierung – weit über industrielle Anwendungen hinausreichen. Sie eröffnen neue Möglichkeiten in der Medizin und finden sich im neu gegründeten Institute for Medical Science and Engineering (IMSE) wieder.

Die örtliche Ansiedlung des Instituts am Campus Hutthurm der THD ermöglicht eine enge Zusammenarbeit mit dem ebenfalls neu gegründeten Institut in Hutthurm: dem Institut für Kunststofftechnik und Simulation (IKS) unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Sebastian Kölbl. Ursprünglich als For­schungsstandort für Kunststoff­technik und Materialforschung gedacht, findet nun eine Symbiose aus den zwei geschaffe­nen Instituten statt.

Bild (THD): Tumorfrüherkennung und personalisierte Patientenversorgung stehen am IMSE an erster Stelle.