Ob Kommunikation, Mobilität oder Energieversorgung, die Digitalisierung ist gesellschaftlich wie wirtschaftlich fest in unserem Leben verankert. Eine der wichtigsten Herausforderungen, der wir uns dabei stellen müssen, ist die Cybersicherheit: der Schutz von Informationstechnik und Daten vor Angriffen oder Manipulation.
Das ist die Mission des Campus Vilshofen, die wir in den Bereichen Forschung, Dienstleistungen und Bildung verfolgen.
Über den "Cybersecurity Campus"
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Der Campus Vilshofen ist ein Forschungsstandort der Technischen Hochschule Deggendorf mit dem Schwerpunkt Cybersicherheit. Unser rund 30-köpfiges Team besteht aus Professoren, wissenschaftlichen und technischen Mitarbeitenden sowie Studierenden.
Unser Campus wurde als Technologietransferzentrum für digitale Sicherheit im Rahmen der Offensive „Hightech Transfer Bayern“ gegründet. Als solches streben wir in all unseren Tätigkeitsbereichen einen aktiven Wissens- und Technologietransfer zwischen Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft an.
Sprechen Sie uns an!
Ob Unternehmen, Organisation oder öffentliche Einrichtung, wir stehen Ihnen als kompetenter Ansprechpartner bei allgemeinen bis detaillierten Fragestellungen rundum das Thema Cybersecurity zur Seite.
Dienstleistungen
Die Digitalisierung ist nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken: Prozesse werden automatisiert und Systeme miteinander verbunden, Daten werden in der Cloud gespeichert und kritische Geschäftsanwendungen erfolgen webbasiert.
Doch IT-Bedrohungen fristen eher ein Dasein als Randnotiz. Dabei verursachen Phishing, Ransomware und Co. beträchtliche finanzielle und rechtliche Folgen.
Unsere erfahrenen Pen-Tester und Wissenschaftler:innen unterziehen dem Sicherheitsniveau Ihres Netzwerks oder Systems einer Härteprüfung. Das Team aus „ethischen Hackern“ findet Schwachstellen, bevor Angreifer es tun.
Sie sind bereit, Ihre Cybersicherheit zu stärken? Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Erstberatung!
Per E-Mail an tcv-itsecurity@th-deg.de oder Anfrageformular.
Ein Pentest (kurz für Penetrationstest) ist eine gezielte Sicherheitsprüfung, bei der unsere Expert:innen Schwachstellen in einem Computersystem, Netzwerk oder einer Anwendung aufdecken und je nach Vereinbarung auch ausnutzen. Ziel ist es, Sicherheitslücken zu finden, bevor Angreifer:innen dies tun können.
Pentests gibt es in verschiedenen Ausprägungen. Diese können beispielsweise ein einzelnes System, eine bestimmte (Web-)Anwendung oder einen größeren Umfang an Systemen umfassen.
Generell wird zwischen Tests einer internen oder externen Infrastruktur unterschieden. Beim Pentest einer internen Infrastruktur können zusätzliche Aspekte untersucht werden, beispielsweise SMB-Freigaben oder das Active Directory.
Unter dem Gesichtspunkt Assumed Breach wird angenommen, dass sich bereits jemand unerlaubt Zugriff zum System oder Netzwerk verschafft hat.
In diesem Szenario simulieren unsere Fachkräfte, wie potenzielle Angreifer:innen innerhalb Ihres Systems agieren könnten, um Daten zu exfiltrieren (an Daten zu gelangen und zu exportieren) oder weiteren Schaden innerhalb des Systems anzurichten (Daten zu verändern oder zu verschlüsseln).
Dieser Ansatz ermöglicht es, die Widerstandsfähigkeit des Systems gegenüber fortgeschrittenen, inneren Bedrohungen zu analysieren und zu bewerten. Anschließend werden spezifische, verbesserte Sicherheitsmaßnahmen empfohlen, um die Folgen eines erfolgreichen Angriffs zu minimieren.
Das Active Directory ist der zentrale Ort für alle Identitäten (Benutzer, Computer, Clients, Gruppen, Drucker etc.) im Unternehmensnetzwerk.
In einer Prüfung des Active Directory identifizieren unsere Sicherheitsexpert:innen Schwachstellen und potenzielle Angriffsvektoren. Dazu werden verschiedene Szenarien simuliert, die unter anderem die (Windows-)Konfiguration, Berechtigungen oder Sicherheitsrichtlinien betreffen.
Ziel ist es, Ihrem Unternehmen Empfehlungen zur Verbesserung Ihrer Sicherheitsmaßnahmen und -richtlinien zu geben, um unautorisierten Zugriff und mögliche Kompromittierungen zu verhindern.
Eine unbemerkte Datenpanne kostet Unternehmen im Durchschnitt 4,88 Millionen Dollar. Falls Ihre Daten in fremde Hände gelangen, können wir frühzeitig eingreifen.
Cyberkriminelle agieren im Verborgenen – auf illegalen Plattformen und im Darknet. Dort werden gestohlene Daten gehandelt, Angriffe geplant und Schwachstellen diskutiert.
Unser Monitoring umfasst das Clearnet, Darknet und weitere relevante digitale Kanäle. Es analysiert Milliarden von Datenpunkten und erkennt geleakte Unternehmensinformationen, kompromittierte Zugangsdaten, exponierte API-Keys und Schwachstellen in Ihrer digitalen Infrastruktur.
In einer kostenlosen Erstberatung inklusive Demonstration zeigen wir Ihnen konkret wie Darknet Monitoring Ihr Unternehmen schützt.
Als Ihr Managed Service Provider übernehmen wir die komplette Implementierung, Konfiguration und den laufenden Betrieb der Darknet Monitoring Plattform.
- nahtlose Integration in Ihre IT-Security-Infrastruktur
- kontinuierliche 24/7-Überwachung (Auswertung während unserer Geschäftszeiten)
- regelmäßige Bedrohungsberichte inkl. Handlungsempfehlungen
- Incident Response-Unterstützung bei kritischen Funden
- halbjährliche Coverage Reviews, um die optimale Konfigurierung Ihrer Überwachung sicherzustellen
Um festzustellen, inwieweit Ihre Mitarbeitenden bereits für Phishing sensibilisiert sind, bieten wir Phishingsimulationen an.
Zur Auswahl stehen Ihnen drei Testpakete unterschiedlicher Laufzeiten. In drei bis viertägigen Phishingkampagnen testen wir die Reaktion Ihrer Mitarbeitenden auf fingierte E-Mails. Inhalte können aus vorbereiteten Vorlagen und jeweils unterschiedlichen Szenarien gewählt werden.
Sollten Mitarbeitende interagieren – indem Sie beispielsweise Links klicken oder Zugangsdaten eingeben – werden sie auf eine Warnseite weitergeleitet.
Auswertungen können wahlweise nach jeder Kampagne oder nach der Gesamtlaufzeit erfolgen. Betrachtet werden folgende Parameter:
- Öffnungsrate der E-Mails
- Anzahl der Linkklicks
- Eingabe von Zugangsdaten
- Aktivierung von Makros in zugesendeten Dokumenten
- Prozentuale Auswertung anhand aller Empfänger
Die Sicherheitsprüfung einer Webanwendung ist darauf ausgerichtet, potenzielle Schwachstellen und Sicherheitslücken in einer Website und deren zugrunde liegenden Programmierung zu identifizieren.
Eine Kombination aus Penetrationstest und Secure Code Review gewährleistet eine umfassende Sicherheitsbewertung, die nicht nur externe Bedrohungen berücksichtigt, sondern auch interne Schwachstellen in der Anwendungslogik und im Code aufdeckt.
Sicherheitsprüfer nutzen dafür verschiedene Methoden, einschließlich automatisierter Scans und manueller Tests. Durch die Simulation von Angriffsszenarien – wie SQL-Injektionen oder Cross-Site Scripting (XSS) – wird getestet, ob ein Angreifer Zugang zu vertraulichen Daten oder Kontrollübernahmen erlangen kann.
Während der Penetrationstest darauf abzielt, Schwachstellen durch aktive Angriffe zu identifizieren, konzentriert sich ein Secure Code Review auf eine tiefgehende Analyse des Quellcodes. Durch diesen Prozess können potenzielle Sicherheitslücken, die in der Programmierung selbst begründet sind, aufgedeckt werden.
Dabei werden Designentscheidungen, Datenvalidierungsmethoden, Authentifizierungssysteme und weitere kritische Elemente geprüft. Hiermit wird sichergestellt, dass die Anwendung von Anfang an auf eine robuste und sichere Weise entwickelt wurde.
Ein abschließender Bericht enthält Empfehlungen zur Behebung der gefundenen Schwachstellen und zur Verbesserung der Gesamtsicherheit der Webanwendung.
SMB-Freigaben ermöglichen den Zugriff und das Teilen von Dateien und Diensten innerhalb eines lokalen Netzwerks. Dadurch können Benutzerkonten auf ein gemeinsames Laufwerk oder verschiedene Programme auf einen Drucker zugreifen. Oft werden jedoch potenziell vertrauliche oder sensible Informationen unreguliert abgelegt.
Ein SMB-Freigabencheck beinhaltet unter anderem die Suche nach sensiblen Daten und eine Analyse der dazugehörigen Zugriffsberechtigungen. Desweiteren wird evaluiert, ob unangemessene Zugriffsrechte vorliegen und ob diese Angreifer:innen ermöglichen, auf sensible Daten zuzugreifen.
Der Test zielt darauf ab, Schwächen in der Zugriffskontrolle und Datensicherheit aufzudecken und dem Unternehmen entsprechende Empfehlungen zu geben.
In diesem Check wird evaluiert, ob angemessene Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, falls ein firmeneigenes Gerät mit Zugriff zum Unternehmensnetz verloren geht oder gestohlen wird.
Es wird überprüft, ob der unbefugte Zugriff auf sensible Informationen verhindert wird und ob das System angemessen auf den Verlust des Geräts reagieren kann.
Ein Passwortaudit bietet wertvolle Einblicke in die Passwortsicherheit eines Unternehmens. Dabei werden die Hashes aller Benutzerkonten im Active Directory (zentraler Ort für alle Netzwerkangehörigen) geknackt und statistisch ausgewertet.
(Hashing ist eine Methode zur Speicherung von Passwörtern. Dabei wird jedes Passwort durch eine eindeutige Zeichenkette, dem Hashwert, repräsentiert. Auch wenn Unbefugte diesen Wert erlangen, können sie das Passwort nicht reproduzieren.)
Durch Hash-Knacken können Sicherheitsprüfer:innen schwache Passwörter – und dadurch Schwächen in der generellen Passwortwahl – identifizieren.
Eine Methode ist der sogenannte Brute-Force-Angriff, bei dem durch das einfache Ausprobieren verschiedener Eingaben versucht wird, den Hashwert zu reproduzieren. Umso einfacher ein Passwort gestaltet wurde, umso schneller lässt es sich knacken.
Statistische Analyse im Passwortaudit
Die statistische Auswertung enthüllt Muster und Trends in der Passwortwahl, die als Grundlage für verbesserte Passwortrichtlinien und Benutzerschulungen dienen können.
Dieser Prozess unterstützt das Unternehmen dabei, robustere Sicherheitsmaßnahmen einzuführen und die Integrität des Active Directory zu stärken.
Anfragen zu Dienstleistungen
Sie sind bereit Ihre IT-Sicherheit auf das nächste Level zu bringen?
Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung!
Als kompetenter Ansprechpartner mit Expertise aus Forschung und Anwendung unterstützen wir Sie dabei, das Sicherheitsniveau Ihres Unternehmens zu evaluieren und zu optimieren.
Forschung
Unsere Forschungsgruppe Digitale Sicherheit betreibt angewandte Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Rahmen öffentlich geförderter Programme sowie im Auftrag von Unternehmen. Sie ist Teil des campusübergreifenden Institute for Secure, Autonomous and Connected Systems (ISACS).
In Kooperation mit unseren industriellen Partnern entwickeln wir Verfahren und Technologien, um den digitalen Raum zu schützen – vom simplen Embedded System über industrielle Automatisierungstechnik bis hin zu kritischen Infrastrukturen. Damit geht unsere Arbeit über die klassische Grundlagenforschung an Universitäten weit hinaus.
Ausführliche Informationen zu unseren Forschungsaktivitäten sowie Ihren Kooperationsmöglichkeiten finden Sie auf der Seite unserer Forschungsgruppe.
Bildung
Hochschulstudium
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KI-Agenten dürfen unsere privaten Daten nicht veröffentlichen, autonome Fahrzeuge nicht durch Unbefugte gesteuert werden. Was Sicherheit in IT-Systemen bedeutet und wie man sie erreicht, lernt man bei uns im Cybersecurity-Studium.
Dabei geht es um weit mehr als Informatik gesprenkelt mit Sicherheitsaspekten: Pentesting, Kryptologie und digitale Forensik zum Beispiel. Absolventinnen und Absolventen steht ein breites Feld an Spezialisierungsmöglichkeiten von Programmierung bis Management offen.
Regulärer Lehrstandort der Studiengänge Cybersicherheit ist der Hauptcampus in Deggendorf. An unserem Campus sind Studierende im Rahmen von Praxiskursen, Praktika, Bachelor- und Masterarbeiten sowie als studentische Hilfskräfte tätig. Interesse? Einzelheiten gibt es auf der Seite unserer Forschungsgruppe.
MINT-Nachwuchsförderung
Die Nachwuchsförderung ist ein wichtiges Anliegen des Campus, um Kinder und Jugendliche für Cybersecurity und Programmieren zu begeistern. Regelmäßig werden in Kooperation mit den regionalen, weiterführenden Schulen Veranstaltungen, Aktionen und Workshops durchgeführt. Dabei können Schülerinnen und Schüler beispielsweise selbst das Zusammenbauen und Programmieren eines Mini-PCs ausprobieren.
Für interessierte Berufsschulklassen in den Bereichen Informatik geht es sogar weiter in die Tiefe: Sie können sich auf unserer gamifizierten Lernplattform daran versuchen, Schwachstellen in einer virtuellen Umgebung zu finden.
Zur beruflichen Orientierung haben Schülerinnen und Schüler außerdem die Möglichkeit ein Praktikum an unserem Campus zu absolvieren.
Mehr über den Campus
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Gründungsjahr: 2023
Standort: Vilshofen a. d. Donau
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Martin Schramm, Prof. Dr. Michael Heigl
Operative Leitung: Stefan Anthuber
Mitarbeitende: 30
- 2012
Erstes Cybersecurity-Forschungsprojekt der THD: ANSII – Anomalieerkennung und eingebettete Sicherheit in industriellen Informationssystemen (Leitung Prof. Dr.-Ing. Andreas Grzemba)
- 2013
Gründung Institut ProtectIT mit den Kernkompetenzen:
Absicherung und Härtung vernetzter eingebetteter Systeme; Auffinden von Anomalien und Angriffen;
Konzeptionierung, Entwicklung und Analyse geeigneter Reaktionsmaßnahmen (Leitung Prof.-Ing. Andreas Grzemba und Prof. Dr.-Ing. Peter Fröhlich)
- 2017
Berufung Dr. Michael Schramm zum Professor für "Angewandte Kryptografie"
- 2018
Start des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Cyber Security, M. Eng.
- 2019
Start des Bachelorstudiengangs Cyber Security, B. Sc.
- 2020
Bewilligung des Technologietransferzentrums für digitale Sicherheit in Vilshofen
- 2021
Baubeginn des neuen Gebäudes mit Arbeitsplätzen, Laboren und Schulungsräumen
- 2022
- Berufung Dr. Michael Heigl zum Professor für „Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit"
- Bauende und Einzug des Instituts ProtectIT am Campus Vilshofen (wissenschaftliche Leitung Dr. Schramm, Dr. Heigl und Dr.-Ing. Grzemba)
- 2023
Feierliche Eröffnung des Campus Vilshofen (wissenschaftliche Leitung Dr. Martin Schramm und Dr. Michael Heigl, operative Leitung Stefan Anthuber)
- 2025
Berufung Dr. Manfred Vielberth zum Professor für "Human-Centered Security"
- 2026
Institut ProtectIT geht den nächsten Schritt und wird zur Forschungsgruppe "Digitale Sicherheit" des standort- und fachübergreifenden "Institute for Secure, Autonomous and Interconnected Systems (ISACS)"
Kein Obstkorb, sondern ein Job mit Wirkung: Der Campus sucht regelmäßig wissenschaftliche und technische Mitarbeitende, die die sichere Zukunft der Digitalisierung mitgestalten wollen.
Aktuelle Stellenangebote und allgemeine Informationen gibt es unter Jobs & Karriere an der THD.
Details zum Förderverein Freunde und Förderer des Campus Vilshofen folgen in Kürze!
Aktuelles
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Aidenbacher Straße 32
94474 Vilshofen an der Donau
E-Mail: info.tc-vilshofen@th-deg.de
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