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AuditTech Forschungspreis erstmals verliehen

Fachpublikum trifft sich zum 20. Deggendorfer Forum zur digitalen Datenanalyse

13.7.2026 | THD-Pressestelle

(V. l.) Prof. Dr. Andreas Igl, Oliver Schöfberger, Dr. Dietrich Dehnen und Prof. Dr. Georg Herde freuten sich über die erstmalige Verleihung des AuditTech Forschungspreises im Rahmen des diesjährigen DFDDA.
Presseartikel

Bild (THD):

Unter dem Leitthema „Quality matters: Warum Datenqualität der Schlüssel zum Geschäftserfolg ist“ rückte das Deggendorfer Forum zur digitalen Datenanalyse (DFDDA) am 2. Juli ein Thema in den Mittelpunkt, dessen strategische Bedeutung in Wirtschaft, Finanzsektor und öffentlicher Verwaltung stetig wächst. Erstmals wurde im Rahmen der jährlichen Veranstaltung an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) auch der AuditTech Forschungspreis der BDO-Stiftungsprofessur für Digitale Datenanalyse und Prüfungsunterstützung verliehen.

AuditTech Forschungspreis für KI-gestützte Adressdatenkorrektur

Ausgezeichnet wurde Oliver Schöfberger, Student des Studiengangs Angewandte Informatik an der THD. Er erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Preis für seine Bachelorarbeit zur Adressvalidierung technischer Objekte in SAP-Systemen. Schöfberger zeigte, dass fehlerhafte Adressdaten mit einer Kombination von verschiedenen Prüfverfahren und dem Einsatz künstlicher Intelligenz automatisch erkannt werden können. Auf diese Weise lassen sich rund 75 Prozent der Korrekturen vollautomatisiert durchführen, während unsichere Fälle gezielt der manuellen Prüfung zugeführt werden.

Überreicht wurde der Preis von Dr. Dietrich Dehnen, Leiter Corporate Governance der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, und Prof. Dr. Andreas Igl, Inhaber der BDO-Stiftungsprofessur an der THD. Beide würdigten insbesondere den reflektierten Umgang des Preisträgers mit generativer KI: Statt als eigenständige Entscheidungsinstanz wird sie gezielt als unterstützendes Werkzeug innerhalb klar definierter Rahmenbedingungen eingesetzt. Auch künftig sollen mit dem AuditTech Forschungspreis junge Talente ermutigt werden, sich den Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation in den Bereichen Prüfung und Beratung zu stellen.

Datenmanagement als strategisches Instrument

Das Hauptprogramm des Jahresforums machte deutlich, wie facettenreich der Nutzen hochwertiger Daten ist. Speaker aus Wissenschaft und Wirtschaft zeigten auf, welche Risiken und Chancen sich aus dem Umgang mit Daten ergeben, und leiteten daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Finanzinstitute und öffentliche Institutionen ab. Die Vorträge deckten dabei vielfältige Bereiche ab: von der Frage, wie sich nationale Lieferketten mithilfe hochauflösender Unternehmensdaten nahezu vollständig abbilden lassen, bis zu regulatorischen Entscheidungen, die im Finanzsektor nur auf Basis konsistenter, vollständiger und belastbarer Daten getroffen werden.

Trotz der unterschiedlichen Hintergründe der einzelnen Speaker stimmten sie in ihren Kernaussagen überein, wodurch sich eine klare Botschaft ergab: Eine hohe Datenqualität ist entscheidend, um Risiken frühzeitig zu erkennen und präventiv zu handeln. Als strategisches Instrument lassen sich mithilfe von Datenmanagement Compliance-Anforderungen erfüllen, Risiken reduzieren und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig stärken.

Das zwanzigste Jahresforum des DFDDA e. V. bot zudem reichlich Gelegenheit zum direkten fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft, Aufsicht und Praxis. Prof. Dr. Andreas Igl und Prof. Dr. Michael Scholz betonten als Vorsitzende des DFDDA e.V., dass Datenqualität über Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und regulatorische Compliance ganzer Organisationen entscheide. Als Ehrenvorsitzender begleitete Prof. Dr. Georg Herde, der den Verein im Jahr 2005 gegründet hat, das Forum.